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Tapir

Tapire sind in Süd- und Mittelamerika sowie in Südostasien beheimatet. Sie sind den Schweinen rein äußerlich sehr ähnlich. Dennoch sind sie mit Pferden und Nashörnern verwand.

Tapire haben eine stromlinienförmige Statur, die ein Durchkommen in Wäldern erleichtert. Sie können eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 250 cm und ein Gewicht von bis zu 320 Kilogramm erreichen. Der schweineähnliche Schwanz kann bis zu 13 cm lang werden. Das Erkennungsmerkmal des Tapirs ist sein Greifrüssel, mit dem er seine Nahrung aufnimmt, die ausschließlich aus Pflanzen besteht.

Tapire sind Einzelgänger und im Umgang miteinander eher aggressiv. So leben sie getrennt voneinander in Territorien, die eine Größe von bis zu acht Quadratkilometern haben können. Die Grenzen markieren sie mit Kot und Urin. Einzig in der Paarungszeit kommen sich Männchen und Weibchen näher.

Tagsüber ziehen sich die Tiere zurück, so dass sie auf den ersten Blick sehr träge wirken. Sie halten sich dann an Gewässern auf, wo sie oftmals Schlammbäder nehmen. Nachts gehen sie auf Nahrungssuche.

Wildes Wissen

In Thailand nennt man Tapire „P'som-sett“, was so viel heißt wie „Der Mix ist fertig“. Das bezieht sich auf den Glauben, dass das Tier aus übrig gebliebenen anderen Tieren erschaffen wurde. Ursprünglich stammt das Wort Tapir allerdings aus der brasilianisch-indianischen Sprache und steht für „dick“ (womit wohl das Hinterteil des Tieres gemeint ist).

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