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Jungfernkranich

In der Familie der Kraniche ist der Jungfernkranich die kleinste vorkommende Art. Er lebt in den Steppen- und Wüstenregionen von Russland, Südosteuropa und Zentralasien sowie in der Mongolei und in Teilen des Nordostens von China. In Mitteleuropa kommen Jungfernkraniche eher selten vor.

Die Flügelspannweite dieser Vögel kann bis zu 1,85 Meter betragen. Jungfernkraniche sind durch ihre grazilen Flugbewegungen bekannt. Diese tagaktiven Vögel leben in großen Kolonien zusammen und gehen auch gemeinsam auf die Nahrungssuche. Flüsse, Seeufer und niedrige Wasserzonen sind ihre beliebtesten Aufenthaltsorte an ihren Überwinterungsorten. Dort finden sie in der Regel auch ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

Jungfernkraniche ernähren sich überwiegend pflanzlich. Getreidekörner, Leguminosen und Blumensamen gehören zu ihrer bevorzugten Nahrung. Nur sehr selten ernähren sie sich auch von Käfern und ähnlichen Kleintieren.

An ihren Brutplätzen treffen Jungfernkraniche ab Ende März ein. Der Umzug in die Überwinterungsgebiete beginnt ab Mitte August. Sie brüten zwei bis drei Eier aus. Die Küken schlüpfen meistens Ende Mai oder Anfang Juni. Nach 60 Tagen sind sie flügge.

 

Wildes Wissen

Vor 4000 Jahren wurden Jungfernkraniche in China und Indien als Ziervögel gehalten. Später wurden sie auch als Haustiere gehalten und zur Wache auf Höfen und in Häusern eingesetzt. Ihr Schreien warnte die Bewohner vor Eindringlichen.

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