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Alpaka

Das Alpaka gehört zur Familie der Kamele. Es handelt sich bei dieser Tierart um die domestizierte Kamelform, die ausschließlich zur Erzeugung von Wolle in den südamerikanischen Anden gezüchtet wurde. In Europa hat Alpakawolle keine große Bedeutung bei der Herstellung von Stoffen und Kleidung.

Alpakas zeichnen sich durch lange und schlanke Beine sowie einen langen Hals aus. Sie wiegen etwa 55 bis 65 Kilogramm, Hengste kommen bis auf 80 Kilogramm. Alpakas sind Pflanzenfresser. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Als Herdentier fühlen sie sich in Gruppen sehr wohl.

Alpaka-Weibchen sind das ganze Jahr über empfängnisbereit. Die Tragzeit beträgt 345 Tage. Meistens bringt das Weibchen dann ein Jungtier zur Welt.

Die Domestizierung von Alpakas begann schon 3000 v.Chr. Ein Alpaka-Mantel galt einst bei den Inkas als Zeichen des Wohlstands. Inzwischen werden nicht nur in Peru Alpakas gehalten. Auch in Deutschland gibt es immer öfter Hobbyzüchter, die Alpakas auf ihren Weiden halten. Die Zahl der Tiere in der Bundesrepublik wird auf etwa 2000 geschätzt. Die Wolle ist zunehmend begehrt.

 

Wildes Wissen

Der Sage nach sind Alpakas ein Geschenk von Sonnengott Inti an das peruanische Volk. Ihr feines, weiches Fell wird auch als Flies der Götter bezeichnet.

Die Verbindung zwischen Alpakas und Lamas zum Sonnengott beruht vielleicht auch auf ihrer Angewohnheit dem Sonnenauf- bzw. Untergang zuzuschauen. Weiße Lamas waren immer schon etwas Besonderes, denn sie wurden dem Sonnengott geweiht und auf religiösen Festen als Opfergaben dargeboten.

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