Tel.: (0 44 95) 2 55

Afrikanischer Strauß

Der „Afrikanische Strauß“ gehört zur Gruppe der Laufvögel. Sein hohes Eigengewicht verhindert trotz großer Flügel das Abheben vom Boden. Seine Flügel benutzt der Strauß während der Balz, um auf sich aufmerksam zu machen. Er nutzt sie zudem zum Spenden von Schatten und um beim Laufen sein Gleichgewicht zu halten.

Der Strauß lebt heute ausschließlich in Afrika. Früher war er auch in Westasien beheimatet. Die Vögel wurden wegen ihrer Federn, ihres Fleisches und Leders gejagt, was in einigen Gebieten zu ihrer Ausrottung führte.

Strauße kommunizieren über pfeifende, schnaubende und knurrende Laute. Während der Balz und im Kampf mit Artgenossen und Feinden gibt das Männchen ein löwenähnliches Brüllen von sich. Die Straußenküken machen mit Vogelgesängen die Mutter auf sich aufmerksam.

Die Vögel ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen. In Dürrezeiten müssen sie daher lange Wege auf der Suche nach Nahrung zurücklegen. Der Strauß ruht in stehender Position mit geschlossenen Augen. Im Tiefschlaf legt er Hals und Kopf auf das Rückengefieder oder auf den Boden.

Wildes Wissen

Ein Strauß kann bis zu 1,3 Kilogramm Nahrung aufnehmen. Er schluckt Sand und Steine, um die Zerkleinerung der Nahrung in dem 14 Meter langen Darm zu erleichtern. Zudem pickt der Strauß auch andere Kleinteile vom Boden auf, von denen er meint denselben Effekt zu haben. So wurden oftmals zum Beispiel Münzen und Nägel im Magen eines Straußes gefunden. Der Mageninhalt besteht oftmals aus 45 Prozent solcher nahrungszerkleinernden Gegenstände.

Tierpark Thüle Logo